Naturerlebnis Borneo - einzigartige Fauna und Flora

 

Orang Utans, Gibbons oder Nasenaffen nicht nur im Zoo zu beobachten sondern in freier Wildbahn, der Traum wird auf Borneo Realität. Die seltenen Zwergelefanten, die auch unter dem Namen Pygmy-Elefanten bekannt sind, haben hier ihren Lebensraum. Putzige Malaien-Kragen-Bären finden ebenfalls hier ihr zuhause.

 

Einmal die seltene Rafflesia blühen zu sehen, ein unbeschreibliches Highlight. Nicht umsonst wird Malaysia auch das Land der Hibiskusblüte genannt. Die Hibiskus ist die Nationalblume von Malaysia und deshalb überall zu finden. 

 

 

27. März 2018 - 17. April 2018

 

 

ALLGEMEINES:

Borneo - die größte Insel Asiens  - teilen sich die Staaten Indonesien, Malaysia und das winzige Brunei. Außerdem ist Borneo - nach Grönland und Neuguinea - die drittgrößte Insel der Welt.

Besser bekannt und geläufiger ist der indonesische Teil unter dem Namen  Kalimantan. Seine fünf Provinzen West-, Ost-, Süd-, Nord- und Zentralkalimantan ergeben Kalimantan als Gesamtes.

 

Vom Malaiischen Archipel liegt Borneo im Zentrum. Im Westen umgeben von Sumatra und der Malaiischen Halbinsel. Java und die kleinen Sundainseln befinden sich im Süden. Die Inselgruppe der Philippinen liegen im Nordosten und im Osten ist die Insel Sulawesi zu finden.

 

 

Mit über 750.000 km², mehr als doppelt so groß wie Deutschland, liegt Borneo auf dem Äquator. Dieser schneidet die Insel südlich ihrer Mitte.

Das bedeutet, dass hier Äquatorialklima herrscht. Eine hohe Sonnenein-strahlung das ganze Jahr über mit hohen Temperaturen, die nur minimal schwanken. Ebenso ist eine Luftfeuchtigkeit mit 98 % keine Seltenheit.

 

Der älteste Regenwald der Welt, soll nach Angaben von Wissenschaftlern, auf Borneo sein. Wälder vom Anbeginn der Zeit, Dschungel, Primär- und Sekundärregenwald. Wurde einmal der Primärregenwald zerstört - sei es durch natürliche Katastrophen oder durch menschliches Eingreifen - dauert es sehr, sehr lange, bis sich der sekundäre Wald dem primären wieder anpassen kann. Dies gelingt auch nur, wenn die verwüstete Fläche nicht allzu groß ist.

 

Leider wird durch radikale Brandrodung das grüne Biotop immer mehr zerstört, um die Palmölindustrie zu fördern und zu unterstützen.

 

Tier und Natur bleiben auf der Strecke!

 

 

 

 

Sabah - Ein verborgenes Paradies

 

Eingebettet zwischen Südchinesischem Meer, Sulusee und Celebessee liegt das malaiische Bundesland Sabah an der Nordspitze von Borneo. Zusammen mit Sarawak,  im Westen, bilden diese zwei Staaten den malaysischen Teil der Insel Borneo.

 

Ebenso ist das „Land unter dem Wind“ hier zu finden. Dies ist nur eine andere Bezeichnung für Sabah, da es südlich, also unterhalb, des pazifischen Taifungürtels liegt. Tip of Borneo wird der nördlichste Punkt auf Sabah genannt.

 

 

 

Nicht nur die vorgelagerten Inseln, wie beispielsweise Turtle Island im gleichnamigen Nationalpark, sind bei Tauchern und Schnorchlern sehr beliebt und bekannt. Etliche sehenswerte Riffe z.B. Erica-Riff oder Swallow-Riff zählen zu begehrten Tauparadiesen.

 

 

 

Wanderer und Naturliebhaber kommen am höchsten Berg Malaysias voll auf ihre Kosten. Der Kinabalu, mit 4095 m, bietet hierfür die besten und schönsten Möglichkeiten und Voraussetzungen. Der Trus Madi mit 2642 m und der Tambuyukon mit 2579 m liegen ebenfalls im Westen von Sabah.

 

Kaum zu glauben, sieben Flüsse schlängeln sich durch diese einmalige Landschaft im Norden Borneos.  Der wohl bekannteste ist der Kinabatangan, umgeben von viel tropischen Regenwald und die Heimat der Nasenaffen.

 

 

 

Etliche Wild- und Naturreservate, wie beispielsweise das sehr bekannteTabin Wilflife Reservat oder das Regenwaldparadies Danum Valley,  zählen zu den Naturjuwelen im Nordosten von Borneo.

 

 

Unterwegs in Ost-Malaysia bedeutet Natur pur!

 

 

 

 

 

In ganz Sabah leben etwa 32 verschiedene Ethnien mit ca. 3,1 Millionen Einwohnern. Viele kommen aus den südlichen Provinzen der Philippinen. Durch diese bunte Bevölkerungsgruppe hört und spricht man die diversesten Sprachen. Neben dem Islam ist auch die Römisch-Katholische Kirche vertreten. Viele Menschen sind auch protestantisch.

 

 

 

 

 

 

Sarawak - Ein gut gehütetes Geheimnis

 

 

 

Sarawak, der westliche Teil  der Insel Borneo, grenzt an das kleine Sultanat Brunei. Eine lange Grenzverbindung besteht zu  Indonesien im Süden und Westen. Sabah, das zu Malaysia zählt, liegt im Osten. Somit bilden die beiden Bundesstaaten Sarawak und Sabah den malaiischen Teil der Insel.

 

 

 

Sarawak ist flächenmäßig der größte Bundesstaat Malaysias und wird topographisch in drei Regionen aufgeteilt. Zum einen in die lang gezogene Küstenregion, das bergige Landesinnere und in ein Hügelgebiet, das zwischen Küste und Berge liegt.

 

 

 

 

 

Faszinierende Karstberge mit riesigen, langen unterirdischen Höhlen findet man im Nationalpark Gunung Mulu, der zum UNESCO Naturerbe aufgenommen wurde. 

 

 

 

Einen weiteren Höhepunkt stellen die Höhlen von Niah dar. Diese sind bekannt für das Abernten von Nestern, die für die berühmte Schwalbennestersuppe verwendet werden.

 

 

 

Bekannte Nationalparks, teils vorgelagert auf einer Halbinsel - wie der Bako Nationalpark - sind nur mit dem Boot erreichbar.  Die Anfahrt hierher ist schon ein reines Abenteuern.

 

 

 

 

 

Für unterschiedliche Völkergruppen, und ehemalige Kopfjäger ist Sarawak zur Heimat geworden. Diese Ethnien sind anders als die anderen Malaiien und leben ihr eingenständiges Leben, weit weg von der malaiischen Kultur und Sprache. Land der Nashornvögel, so wird Sarawak auch bezeichnet. Diese Tiere sind von großer, religiöser Bedeutung bei den Ureinwohnern.

 

 

 

Aufzuchtstationen für Orang Utans und Malaiische Kragenbären gibt es, wie in Sabah, auch auf Sarawak. Hier werden die verwaisten und kranken Tiere gepäppelt und versorgt, bis sie fit sind zum Überleben in ihrer Freiheit.

 

 

 

 

 

 Selamat Datang - Herzlich Willkommen!

 

 

Kota Kinabalu:

 

Kota Kinabalu ist nicht nur Hauptstadt des malaiischen Bundesstaates Sabah sondern auch Ausgangspunkt, für Tagesausflüge, zum bakannten und populären Kinabalu Nationalpark. Sandakan, die ehemalige Provinzhauptstadt, verlor ihren Status als Hauptstadt. Nach Kriegsende - 1946 - wurde Nordborneo eine britische Kronkolonie und Kota Kinabalu, nach seiner Zerstörung wieder aufgebaut und zur Hauptstadt ernannt. Kota Kinabalu darf sich seit Februar 2000 ganz offiziell als "Stadt" bezeichnen. Außerdem ist es Drehkreuz, für nationale und internationale Flüge, (Flughafencode BKI) als zweitgrößter Flughafen Malaysias. (Nach Kuala Lumpur)

 

Der Name Kota Kinabalu setzt sich aus mehreren malaiischen Wörtern zusammen. So bedeutet Kota = Stadt und Kinabalu steht für den höchsten Berg Malaysias, den Kinabalu.

 

Kinabalu Nationalpark:

Mit dem Begriff Taman Negara Kinabalu meint man nichts anderes, als den zum UNESCO Weltnaturerbe gehörenden Kinabalu Nationalpark. Üppige Regenwald-landschaft und der höchste Berg Malaysias, der Mount Kinabalu - mit 4.095 m- sind hier zu finden. Oft im Wolkenkleid verhüllt sollen knapp 50.000 Besucher den Aufstieg pro Jahr wagen. Gute Kondition, für den zwei- bis dreitägigen Aufstieg, wird vorausgesetzt.

 

1964 wurde der Nationalpark, als einer der ersten im Lande, ins Leben gerufen. Seit dem Jahr 2000 ist er im UNESCO Weltnaturerbe gelistet.

 

 

TIPP:

Wanderungen durch den Nationalpark:

Leichte, anspruchsvollere und schwierige Wanderwege führen durch den Nationalpark und dem dazu gehörenden Regenwald. Wander- und Übersichts-karten sind am Eingang erhältlich.

 

Canopy Walks:

In gut 40 m Höhe läuft man auf einigen schwankenden Hängebrücken zwischen den Baumwipfeln und genießt einen unbeschreiblichen und atemberaubenden Ausblick ins Tal und in den Regenwald. Flora und Fauna zeigen sich hier zum Greifen nahe.

Für uns ein "MUST DO" hier im Nationalpark, das wir jederzeit wieder machen würden.

 

Poring Hot Springs:

Das Areal der heißen und dampfenden Quellen durchquert man unwillkürlich, wenn man sich für den Canopy Walk entscheidet. In kleinen oder großen Schwefelbecken lässt es sich hervorragend entspannen. Gerade an den Wochen-enden nutzen die Einheimischen dieses angenehme Badevergnügen, auch für therapeutische Zwecke.

 

Trekking:

Ein absolutes Highlight für jeden Trekking- und Wanderbegeisterten ist mit ziemlicher Sicherheit die Besteigung des Mount Kinabalu. Die mehrtägigen Touren dürfen nur mit einem Bergführer unternommen werden. Empfehlenswert ist es auch einen Gepäckträger zu nehmen. Ebenso können andere Gipfel erklom-men werden, je nach Schwierigkeit bieten sich verschiedene Möglichkeiten.

Nähere Informationen unter www.mountaintorq.com

 

Butterfly-Farm und Orchid Conservation Center:

Borneos erster Schmetterlingsgarten und das

Poring Orchid Conservation Centre befinden sich ebenfalls im Areal des Kinabalu Nationalparks. Die Schmetterlings-farm ist bekannt für ihre Forschungs- und Zuchteinrichtung. Großes Augenmerk wird auch auf den Erhalt der verschiedenen Schmetterlingsarten gelegt.

 

Orchid Conservation Center:

Die größte Orchideensammlung befindet sich Orchid Conservation Center. Mit ca. 1.200 verschiedenen Arten, davon etliche endemische, zählt es zu einer der bekanntesten Einrichtungen von Sabah.

 

 

Preise:

Es ist ein Eintritt für den Park zu entrichten, je nach Umfang des Programms variieren die Gebühren.  Für Kameras oder Viedeogeräte ist ebenfalls eine kleine Gebühr zu bezahlen.

 

Flora und Fauna:

Neben den vielfältigen Orchideen und üppigen Farnen ist Borneo auch die Heimat der Kannenpflanzen. Neun verschiedene Arten zählt alleine der Kinabalu Nati-onalpark, weit über 1.000 gibt es weltweit. So harmlos ihre Namen auch klingen mögen, wie Sonnentau, Schlauch- oder Kannenpflanze, sie verfolgen alle das gleiche Ziel - nämlich Insekten und kleine Tiere zu verspeisen. Die Überlebens-künstler können auf nährstoffärmsten Böden gut gedeihen, sie brauchen nur genügend Licht und ausreichend Wasser. Deshalb sind Felsen, Sümpfe und Moore kein Hindernis für sie.

 

So unterschiedlich ihr Aussehen ist, so unterschiedlich ist auch ihre Fangmethode. Es gibt die sogenannte

Klebefalle, zu der der Sonnentau gehört. Insekten werden durch die Sekret ähnlichen, klebenden Tröpfchen angelockt. Diese glitzern herrlich an den Blättern der Fangarme und halten dann die Insekten gefangen. Die Fangarme, die auch Tentakeln genannt werden, schlingen sich um die Beute, bis die Verdauungssäfte diese vollständig zersetzen.

 

Die Klappfalle

überlistet ihre Beute ähnlich. Jedoch schnappen hier zwei offenstehende Blatthälften blitzschnell zusammen. Zarte Fühlborsten, im inneren der Blätter, reagieren auf die Berührung mit Insekten. Woher weiß aber die Pflanze, dass es ein Insekt ist und kein Tau- oder Regentropfen? Werden verschiedene Borsten binnen kürzester Zeit zweimal berührt handelt es sich mit aller größter Wahr-scheinlichkeit um ein Insekt. Der bekannteste Vertreter dieser Art ist die Venus-fliegenfalle, die übrigens ihren Namen der Ähnlichkeit mit der Vernusmuschel verdankt.

 

Die Fallgrube

wird bei den Kannen- und Schlauchpflanzen angewandt. Mit schönen Farben, betörendem Duft und außergewöhnlichen Formen locken sie ihre Beute an. An langen Ranken hängen ihre Blätter von den Tropenbäumen herab. Diese haben die Form eines großen Kruges mit einem bauchigem Hohlraum, deren Inhalt den tödlichen Verdauungssaft enthält. Zudem sind die Innenwände aalglatt an denen es keinen Halt gibt. Die perfekte Gleitfalle ist auf diesem Wege entstanden.

 

Eine Ameisenart auf Borneo trotzt all diesen Widrigkeiten. Ihr kann der tödliche Saft nichts anhaben, sie schwimmt sogar problemlos darin und krabbelt an der glitschigen Kannenwand runter und wieder rauf.

 

Zwischen der Nepenthes bicalcarata (Kannenpflanze) und der Ameise entsteht eine Art Symbiose. Das Insekt reinigt die Pflanze von Überresten der Todeskandidaten, im Gegenzug dazu wird es selbst nicht gefressen bzw. verdaut.

 

 

Die seltene Kannenpflanze Nepenthes Rajah ist weltweit nur hier zu finden. Ihre Kannen sind die größten aller Kannenpflanzen und so fängt und verdaut sie nicht nur Insekten sondern auch kleine Tiere.

 

Die größte Blüte der Welt - mit bis zu einem Meter Durchmesser - erreicht die Rafflesie. Die Weltmeisterin in der Pflanzenwelt, bezüglich ihres Durchmessers, wird gute 10 kg schwer. Um ihre Blütenpracht komplett auszubilden braucht sie fast ein Jahr dazu. Diese Schönheit hält lediglich für eine knappe Woche, danach zerfällt sie zu einem dunklen zähen Schleim.

 

Die Schmarotzerpflanze, die weder Wurzeln, Blätter und Stiel hat, ankert an einem Wirt (z.B. einer Liane), wächst und ernährt sich von diesem. Stirbt die Wirtspflanze, stirbt auch die Rafflesie. Beheimatet ist sie ausschließlich im Regenwald von Südost-Asien.

 

Für die Bestäubung braucht die Rafflesie Insekten. Was zieht Fliegen und Co. mehr an, als der Geruch von verwestem Fleisch. Genau diese Duftnote verbreitet sie und ihre rot gesprenkelte Blüte tut ihr übriges dazu, um den Körper eines toten Tieres vorzutäuschen.

 

 

Sir Thomas Stamford Raffles' Expeditionsteam entdeckte die Riesenblüte 1818 auf Sumatra. Aus diesem Grund wurde sie nach ihrem Entdecker benannt. Wer Sir Raffles nicht in Zusammenhang mit der Rafflesie bringt kennt ihn vielleicht als Gründer der Stadt Singapur.

 

Kinabatangan:

Der Kinabatangan ist mit ca. 560 km der größte und somit wichtigste Fluss in Borneos Nord-Osten. Dieser bildet im Tiefland ein Überschwemmungsgebiet, das ungefähr 4.000 km² groß ist. In Sabah liegt auch das unter Naturschutz stehende Kinabatangan Wildlife Sanctuary, das im Jahr 2002 gegründet wurde. In diesen Sumpf- und Mangrovenwäldern leben Nasenaffen, Orang Utans, zahlreiche Vogelarten und der Borneo Zwerg-Elefant.

 

Das die Tiere zahlreich am Ufer anzutreffen und zu beobachten sind ist auf der einen Seite ein großer Vorteil für die Besucher, auf der anderen Seite allerdings mit einem traurigen Hintergrund verbunden. Die riesigen Palmölplantagen, die sich nur wenige Hundert Meter hinter oder sogar direkt am Fluss befinden und mit Elektrodraht eingezäunt sind, machen es unmöglich für die Tiere umher zu wandern. Somit wird ihr Lebensraum immer mehr eingeengt und stark beschnitten.

Der WWF-Malaysia hat das Projekt "Corridor of Life" ins Leben zu rufen. Dadurch wird ein schmaler Streifen Urwald zurückgewonnen bzw. erhalten, der den Tieren es ermöglicht am Fluss wieder entlang zu wandern. Außerdem haben sich engagierte Umweltschützer dafür eingesetzt, dass ein Teil der Wälder vor der Rodung verschont geblieben ist.

 

Orang Utan Rehabilitations Centre:

Es gibt aktuell zwei Aufzucht- und Auswilderungsstationen im malaiischen Teil von Borneo.

 

Sepilok liegt in der Nähe von Sandakan im Bundesstaat Sabah. Das Zentrum besteht seit 1964 und kümmert sich um gerettete Jungtiere. Verwaiste Tiere - sei es durch illegale Jagd, Urwaldrodung oder aus schlechter Haltung befreite - werden hier aufgepeppelt und für das Leben wieder in freier Wildbahn  vorbereitet.

 

Semenggoh:

Dieses Orang Utan Rehabilitationszentrum befindet sich in Sarawak, was leicht von Kuching aus zu erreichen ist. Hier werden ebenfalls, wie auch in Sepilok, die Tiere auf ihre Auswilderung vorbereitet. Semenggoh wurde etwas später, genauer gesagt 1975, eröffnet.

 

Es ist ein langjähriger Prozess, der viel Training für die Menschenaffen bedeutet. Die geduldigen Pfleger müssen ihnen sehr viel beibringen z.B. welche Früchte genießbar sind und welche nicht, wie das Schlafnest gebaut wird (übrigens es wird jeden Tag ein neues errichtet), wie geklettert wird, welche Äste das Eigengewicht aushalten und und und.....

Wenn das Gelernte einwandfrei beherrscht wird und alle Trainingsstufen absoviert wurden, erst dann werden sie in geschützte Gebiete freigelassen.

 

Wie sieht so ein jahrelanges Trainingsprogramm aus?

 

  • Nach ihrer Ankunft kommen die Orang-Utans in die Quarantäne-Station. Hier werden sie isoliert gehalten, gründlich medizinisch untersucht und entsprechend versorgt. Oft sind sie von Parasiten befallen. Außerdem werden sie auf Hepatitis und TBC getestet, diese Krankheiten werden meistens von Menschen übertragen.

 

  • In der Babyschule lernen sie über die Auswahl der Nahrung und entdecken wie sie am Besten klettern können. Kuscheleinheiten mit den Pflegern sind selbstverständlich und obligatorisch.

 

  • Waldkindergarten:
  • Hier erlernen sie die Kunst des stabilen Nestbaus, denn im späteren Leben befinden sich diese hoch auf den Bäumen. Ebenso steht die Erkundung des Urwaldes und die Dschungel-Futtersuche auf dem Lehrplan. 
  • Übrigens trainieren sie in der Gemeinschaft mit gleichaltrigen und gleichstarken.

 

  • Waldschule:
  • Hier müssen sie ihr Gelerntes nun umsetzen, das heißt sie werden in den Dschungel gebracht und übernachten im selbstgebauten Nest. Die eigene Suche nach Fressen ist nun angesagt - es gibt nur noch eine kleine Fütterung durch die Pfleger. Vor ihrer endgültigen Selbständigkeit im Regenwald werden sie hier besonders gut beobachtet und überwacht.

 

  • Auswilderung:

Wenn alle Schulklassen erfolgreich absolviert wurden und sich die Orang-Utans selbst versorgen können, steht einer Freilassung in die Wildnis nichts mehr im Wege. Meist geschieht dies kurz nach der Regenzeit, denn dann tragen die meisten Bäume viele leckere Früchte.

 

Gunung Mulu Nationalpark: Spektakuläre Höhlen, flatternde Fledermäuse und tropischer Regenwald

Der Gunung Mulu Nationalpark oder kurz genannt Mulu Nationalpark verdankt seinen Namen dem höchsten Berg Sarawaks (2.376 m), dem Gunung Mulu. Das Gebiet wurde 1974 als Nationalpark ausgewiesen und darf sich seit 2000 zum UNESCO Weltnaturerbe zählen. Jedes Jahr zieht er Touristen aus aller Welt an und zählt zu den beliebtesten Reisezielen auf Borneo.

 

Der Mulu Nationalpark verfügt über ein außergewöhnliches Höhlensystem und zugleich eines der längsten der Welt. Weit über hunderte von Kilometern erstreckt sich dieses unter dem Regenwald. Die Erkundung der größten Kalksteinhöhlen der Erde, mit ihren bizarren Tropfsteinen und Felsformationen, erfolgt auf relativ guten Wegen. Teilweise erreicht man einige Höhlen mit dem Langboot, das sich kreuz und quer durch den Dschungel schlengelt. Eine abenteuerliche Anreise durch viel Natur und herrlich blühender Flora.

 

 

Die Höhlen vom Mulu Nationalpark:

Egal welche Höhle man nimmt, sie haben eine magische Anziehungskraft für Mensch, Fledermaus und anderes Getier. Insgesamt gibt es vier Schau-Höhlen, die sehr gut erschlossen und unkompliziert zu durchqueren sind.

 

 

Deer-Cave:

Die Hirsch- oder auch Reh-Höhle genannt kann gut zu Fuss erreicht werden. Der ca. 3 km lange und gut ausgebaute Weg führt durch herrlichen Urwald und an kleinen Bächen vorbei. Am Höhleneingang erwartet einem Unvorstellbares und Beeindruckendes. Es präsentiert sich das größte Höhlensystem der Welt, das bereits 1967 erstmals erforscht und erkundet wurde. Die Hauptkammer misst eine Höhe von 122 Metern und wird teilweise durch das natürliche Sonnenlicht durchflutet. Vor vielen Jahren suchten hier Hirsche und Rehe ihren Zufluchtsort. Daraufhin benannten die Ureinwohner, die Penan und Berawan, diese Höhle als Hirsch- oder Reh-Höhle. Ein teilweise glitschiger Weg führt die Besucher hindurch. Die riesige Deer-Cave ist Heimat von schätzungsweise 2 - 3 Millionen Fledermäusen. Dementsprechend liegt viel Guano (Kothaufen) am Boden, der wiederum die Nahrungsgrundlage für weitere kleine Höhlenbewohner darstellt.

 

Ein Spektakel erwartet die Besucher bei Sonnenuntergang. Am Höhlenausgang tauchen, wie auf Kommando, aber Tausende von Fledermäusen auf, die sich auf Futtersuche in den Dschungel begeben.

 

Lang Cave:

 

Nur wenige Schritte von der Deer Cave liegt, die kleinste der vier Schau-Höhlen entfernt, die Lang Cave. Sehenswert sind ihre Felsformationen. Riesige, aber auch kleine Stalaktiten und Stalagmiten können hier bestaunt, bewundert und fotographiert werden.

Beide Höhlen sind nur organisiert zu besichtigen. Ein Besuch der Deer Cave und der Lang Cave wird meist in Kombination angeboten.

 

Die beiden anderen Schau-Höhlen, Clearwater Cave und Cave of the Wind, können nicht auf eigene Faust besucht werden. Hier muss ebenfalls eine geführte Tour gebucht werden. Der Tansfer zu den Höhlen erfolgt mit einem Langboot, das noch am örtlichen Markt in Batu Bungan halt macht, um Souveniers einzukaufen.

 

Clearwater Cave:

Den Eingang dieser interessanten Höhle erreicht man nur über einen Treppenaufstieg. Ein Fluss durchzieht dieses wunderschöne Höhlensystem und wie kann es da anders sein - Nomen est Omen - ihren Namen verdankt diese Schau-Höhle dem glasklaren Wasser. Übrigens auf einer Länge von 200 km schlengelt sich dieser durch die Clearwater Cave.

 

Cave of the Wind:

Der erste Halt der Bootstour wird an der Cave of the Wind gemacht. Schon beim Betreten verspürt man eine angenehme frische Brise, die einem um die Nase weht. Eine Wohltat bei den Außentemperaturen und der Luftfeuchtigkeit! Das mittlerweile ausgetrocknete Flussbett führt direkt zur Kings Chamber. Ganz besondere Felssäulen sowie Stalagmiten machen hier auf sich aufmerksam.

 

 

 Bako Nationalpark: